- run.yml: base plays (geerlingguy.security) for jira and git; gpu01 play with security + docker + nvidia_gpu - roles/nvidia_gpu: driver pinned >=580 (Blackwell), CUDA repo, container toolkit incl. the nvidia-ctk runtime configure step - manuals/20260714-nvidia-driver-install.md: dated per convention, corrected (pinned -server driver instead of autoinstall+cuda-drivers mix, toolkit optional, added missing nvidia-ctk/docker restart step) - gpu01 folder: planning docs under notes/, runbooks under manuals/, scripts/; convention documented in CLAUDE.md - scripts/share-analysis.ps1: read-only SMB share analysis for the Windows server (projektplan §2.1) - TODO.md: Phase-0 pre-work items from the projektplan Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
9.4 KiB
Projektplan — Setup phy-z-srv-gpu01 (LLM-Server mit SMB-Wissensbasis)
Date: 2026-07-10
Status: Plan — Server-Lieferung in einigen Monaten erwartet
Basiert auf: 20260706-hardware-assessment.md, 20260706-software-assessment.md, 20260707-deep-dive.md
0. Rahmenbedingungen (fixiert)
| Punkt | Entscheidung |
|---|---|
| Hardware | HPE DL380 Gen12, 2× Xeon 6714P, 128 GB RAM, RTX PRO 6000 96 GB, 2× 960 GB NVMe — s. HW.md |
| Betrieb | Bare Metal, keine Virtualisierung des LLM-Stacks |
| Nutzer | ~25, gemischt (technisch versiert + Nicht-Techniker) |
| Auth | AD/LDAP (Details Service-Account/Basis-DN als Pre-Work klären) |
| Berechtigungen | Einfach: alle Nutzer sehen den gesamten indizierten Bestand (Kunde bestätigt; Shares ohne HR-/Personal-Inhalte halten) |
| Sprache | Dokumente & Nutzer überwiegend Deutsch → Modell- und Embedding-Wahl daran ausrichten |
| Inference | vLLM mit fester GPU-Auslastung (kein Ollama als Basis) |
| Wissensbasis | SMB-Shares (einige TB, PDF/Office), Sync ist die Kernanforderung |
| Später | Jira-Anbindung u. a. Workloads; dafür ggf. MIG |
| Vorgehen | Setup vollständig über Ansible (dieses Repo), PoC vorab: nein — reine Planung |
1. Produktentscheidung: Open WebUI statt Onyx
Empfehlung: Open WebUI (bestätigt und verschärft die Empfehlung aus dem Deep Dive §4.7). Ausschlaggebend, Stand 2026-07-10 verifiziert:
- Onyx' File-Connector ist reiner manueller Upload — kein Verzeichnis-Watching,
kein periodischer Re-Sync eines gemounteten Shares
(Doku). Die
Kernanforderung „Shares synchron halten" hieße bei Onyx: Eigenbau gegen
deren API. Open WebUI hat dafür das offizielle Sync-Tool
oikb(inkrementell, Löschungen, Cron-fähig — Deep Dive §4.3). - Onyx: SSO (OIDC/SAML), User Groups, RBAC, Permission-Sync = Enterprise Edition (kostenpflichtig) (Doku). Open WebUI: LDAP/AD-Anbindung und Gruppen sind frei.
- Onyx bringt einen zweiten schweren Stack mit (Vespa-Index, Postgres, Worker) — auf 128 GB RAM neben vLLM spürbar; widerspricht „it just works".
- Bedienung: ein UI im ChatGPT-Stil, vorkonfigurierte Assistenten mit fester Knowledge Base → passt für den gemischten Nutzerkreis.
Wann die Entscheidung zu revidieren ist (Trigger, nach der Share-Analyse §2.1):
- Der relevante Bestand liegt deutlich über ~10⁵ Dokumenten und lässt sich nicht sinnvoll filtern → Suchqualität/Skalierung von Open WebUI prüfen, Onyx (mit Eigenbau-Sync) oder Eigenbau-Pipeline (Deep Dive §4.5) neu bewerten.
- Datei-genaue NTFS-ACLs werden doch Anforderung → Neubewertung (Deep Dive §4.4/4.5).
Jira später: für Indizierung von Jira-Inhalten hat Onyx zwar native Konnektoren, Open WebUI deckt das aber über Tools/MCP (Atlassian-MCP) bzw. API-Workloads direkt gegen vLLM ab — kein Entscheidungskriterium für heute.
2. Phase 0 — Pre-Work (jetzt, ohne Server)
2.1 Share-Analyse (wichtigster Punkt — ja, unbedingt vorab)
Read-only-Skript auf einer beliebigen Maschine mit Share-Zugriff (kein GPU-Server nötig). Zu erheben:
- Volumen & Dateianzahl pro Share und Dateityp (pdf/docx/xlsx/…)
- Anteil gescannter PDFs (Stichprobe: PDFs ohne Textlayer) → OCR-Bedarf
- Duplikate/Altversionen („Kopie von …", Versionsordner) → Filterregeln
- Änderungsrate (mtime-Verteilung) → Sync-Frequenz
- Anteil nicht extrahierbarer Formate (CAD, Bilder, Archive) → Erwartungsmanagement
- Sonderzeichen/Pfadlängen, Encoding (Umlaute!)
Ergebnis bestimmt: Korpus-Umfang (→ §1-Trigger), OCR-Pipeline ja/nein, Index-Größe (→ Storage-Check §2.3), Erst-Indexierungsdauer.
2.2 Mit dem Kunden zu klären (Checkliste)
- AD/LDAP: Bind-Service-Account, Basis-DN, Gruppe „LLM-Nutzer"
- SMB-Service-Account read-only für die Mounts (kein Nutzer-Account)
- Welche Shares/Unterordner genau in den Index? Ausschlussliste (HR o. ä.)
- DNS-Name (z. B.
ki.phytron.local) + TLS (internes CA-Zertifikat?) - Internetzugang des Servers (Modell-/Container-Downloads bei Installation; danach einschränkbar)
- Protokollierung/Datenschutz: werden Chats gespeichert? Betriebsrat/DSGVO früh einbinden
- Update-/Wartungsfenster und wer den Betrieb nach Übergabe verantwortet
- „Andere Workloads" konkretisieren (Jira: Inhalte durchsuchen vs. Aktionen ausführen?) → bestimmt MIG-Layout später
2.3 Storage-Check (⚠️ vor Bestellung ggf. nachsteuern)
2× 960 GB NVMe, vermutlich RAID1 → ~960 GB nutzbar für OS + Docker + Modelle (~100 GB) + Vektor-DB + Extraktions-Cache. Strategie: kein lokaler Spiegel der Shares — nur Index (extrahierter Text + Embeddings, erfahrungsgemäß wenige % des Rohvolumens). Nach der Share-Analyse gegenrechnen; wenn eng: zwei weitere NVMe nachordern (Slots frei) — das ist vor Lieferung am billigsten zu ändern.
2.4 Ansible vorbereiten (im Repo, testbar ohne GPU)
run.yml: Play fürphy_z_srv_gpu01ergänzen- Rollen-Skelett unter
ansible/roles/(Details erst bei Umsetzung):nvidia_gpu— Treiber (≥ 580), Container Toolkit, optional MIG, DCGMcifs_mounts— ro-Mounts, Credentials ausgroup_vars/secrets.ymlllm_stack— Docker Compose: vLLM (feste--gpu-memory-utilization), Embedding-Server, Open WebUI + pgvector, Reverse Proxy (TLS), oikb-Timer- Bestehendes nachnutzen:
geerlingguy.security(Basis-Härtung),geerlingguy.docker
group_vars/phy_z_srv_gpu01.yml: nur Overrides (Modellname, VRAM-Quote, Share-Liste, LDAP-Parameter)- Alles außer GPU-Rolle ist vorab in einer Wegwerf-VM testbar (
just run-Pfad)
2.5 Modell-Shortlist (finale Wahl erst bei Installation!)
Kandidaten heute: Qwen3-32B FP8 (Favorit: Deutsch, Durchsatz), gpt-oss-120b (mehr Qualität, weniger Parallelität), Embeddings bge-m3 / multilingual-e5. Nicht jetzt festlegen — Modell-Landschaft und vLLM-Support in einigen Monaten neu sichten (§ Wiedereinstieg). Kleines deutsches Eval-Set (20–30 Fragen mit erwarteten Antworten aus dem Bestand) schon jetzt mit dem Kunden sammeln — das ist später das Abnahmekriterium.
3. Phasen ab Server-Lieferung
| Phase | Inhalt | Ergebnis/Abnahme |
|---|---|---|
| 1. Basis (Woche 1) | Rack/Strom (600-W-GPU!), iLO, Firmware, RAID, Ubuntu 24.04 LTS, Eintrag in Ansible-Basis-Setup (Security, Pakete, Nutzer) | just run phy_z_srv_gpu01 läuft grün |
| 2. GPU-Stack (Woche 1–2) | Rolle nvidia_gpu: Treiber, Container Toolkit, DCGM; Burn-in unter Dauerlast (SM120-Risiken, Deep Dive §1.6); MIG erst mal aus |
nvidia-smi ok, 48 h-Lasttest ohne Reset |
| 3. Inference (Woche 2) | vLLM-Container (NVIDIA-Build) mit gewähltem Modell, feste VRAM-Quote, Embedding-Server daneben; Benchmark mit Eval-Set | deutsche Antworten ok, Ziel-Parallelität erreicht |
| 4. UI + Auth (Woche 2–3) | Open WebUI + pgvector, LDAP-Login, Reverse Proxy + TLS, vorkonfigurierter „Phytron-Assistent" | Login mit AD-Konto, Chat läuft |
| 5. Wissensbasis (Woche 3–5) | CIFS-Mounts (ro), Extraktion inkl. OCR-Engine (Tika/Docling), oikb-Sync erst auf einen Teilbestand, Qualität prüfen, dann Vollindex (Dauer aus §2.1 abschätzen) | Fragen aus dem Eval-Set werden mit korrekten Quellen beantwortet |
| 6. Pilot → Rollout (Woche 5–7) | 3–5 Pilotnutzer (gemischt), Feedback, dann alle 25; Onboarding-Einseiter (was kann es, was nicht — CAD/Scans!) | Abnahme durch Kunden |
| 7. Betrieb | Monitoring (GPU/DCGM, Dienste), Backup (Konfig + DBs — Modelle nicht), Update-Runbook manuals/, Doku im README |
Runbooks vorhanden |
| später | Jira & weitere Workloads; erst dann MIG-Layout festlegen (bis 4 Instanzen) statt jetzt raten | — |
4. Risiken
| Risiko | Umgang |
|---|---|
| Storage zu klein für Index (§2.3) | Share-Analyse → ggf. NVMe nachordern vor Lieferung |
| Viele gescannte PDFs → OCR-Aufwand & -Qualität | Analyse-Stichprobe; OCR-Phase einplanen; Erwartungen dämpfen |
| SM120/Treiber-Kinderkrankheiten (Deep Dive §1.6) | Treiber ≥ 580, NVIDIA-vLLM-Container, Burn-in in Phase 2, HPE-Support |
| Software-Stand veraltet bis Lieferung | Versionen erst bei Installation pinnen; Wiedereinstiegs-Checkliste |
| Erst-Indexierung dauert Tage | Teilbestand zuerst; Sync nachts; Dauer vorab abschätzen |
| RAM-Konkurrenz Extraktion/OCR vs. vLLM | vLLM hat feste VRAM-Quote; Indexer-Jobs drosseln (nice/cgroups); 128 GB reichen für OWUI-Stack |
| Datenschutz/Betriebsrat bei Chat-Logs | Früh klären (§2.2), Logging-Policy dokumentieren |
| Kein HA — ein Server | Erwartung managen: Wartungsfenster = Dienst weg; Backup-Restore-Runbook |
5. Wiedereinstiegs-Checkliste (wenn der Server da ist)
- Dieses Dokument + Deep Dive lesen; offene Punkte aus §2.2 abhaken
- Ergebnis der Share-Analyse vorliegen? (sonst zuerst!)
- Neu sichten & dann erst pinnen: vLLM-Version (RTX-PRO-6000-Support), Open WebUI + oikb Release Notes, NVIDIA-Treiber, Modell-Shortlist §2.5
- Storage-Entscheidung §2.3 umgesetzt?
- Dann Phasenplan §3 von oben abarbeiten; jede Phase = Ansible-Commit + ggf.
Runbook unter
manuals/
6. Bewusst offen gelassen (kein Jetzt-Entscheid nötig)
- Exaktes Modell & Quantisierung, vLLM-Flags, MIG-Layout, OCR-Engine-Wahl, Monitoring-Stack-Details, Reverse-Proxy-Produkt — alles bei Umsetzung mit aktuellem Stand entscheiden; Rahmen steht oben.